Mein Leben in Negombo-Sri Lanka

Ein neuer Anlauf

Fortsetzung der Geschichte „ Eine kleine Nachtmusik „

Für Fred schien die Welt stehen zu bleiben. In seiner Wahlheimat fühlte sich Fred unzufriedener denn je. Sein Verhältnis zu seiner Frau Tilini hatte sich nach seinen Thailandbesuchen nicht gross geändert, allerdings haben die verschiedenen Erfahrungen bei Fred so seine Spuren hinterlassen und bei Fred hatte ein Denkprozess zu laufen begonnen.

Er konnte die Situation in seinem Gastland nicht ändern und wird sie auch niemals ändern können. Zu gross sind die kulturellen und mentalen Unterschiede zwischen seinem Heimat- und seinem Gastland.

Es kommt die Phase, wo Fred auf einmal alles zu fehlen beginnt. Sei es das europäische Essen, die gewohnten Infrastrukturen im Verkehr, Kommunikation, Energie, wobei ihm nun viel mehr seelische und geistige Werte auffielen, die total unterschiedlich waren. Für Fred wurde ganz langsam klar, dass er in der vergangenen Zeit nicht nur auf viel Materielles verzichtet hat, es fehlten ihm auch die verschiedenen seelischen und vielleicht auch gesellschaftlichen Dinge, die er vermisste.

Natürlich gibt es in so einem fremden Land Sprachprobleme, natürlich sollte man sich diesbezüglich etwas anpassen, dachte sich Fred, nur war er nicht besonders motiviert die Sprache seines Gastlandes zu lernen, wo er bis jetzt so viele negative Erfahrungen gemacht hatte.
Diese Negativerfahrungen nahmen im Laufe der Zeit noch schlimmere Dimensionen an, was seine Motivation zusätzlich dämpfte.

Fred merkte, dass er scheinbar nur von Lügnern und Betrügern umgeben war. So musste man sehr aufpassen, was und wem man was sagte. Fred konnte in diesem Land einfach niemandem mehr trauen, zu schlecht waren seine vergangenen Erfahrungen. Fred fing nach dem Tsunami an zu grübeln, was schlussendlich dazu führte, dass er nach Thailand flog, wo er die fatale Erfahrung mit Gong machen musste.

Für Fred bewegte sich einfach nichts, es schien alles festgefahren zu sein.
Wie anders waren doch seine Erlebnisse in Thailand. Natürlich hatte er auch dort, bei seinen ersten Besuchen einen Schuh voll rausgezogen, aber war Thailand wirklich mit seinem Gastland gleichzusetzen ?

Irgendwie war für Fred die Geschichte mit Gong noch nicht ausgestanden, es verletze ihn, dass es offensichtlich nur um Geld ging und er deswegen Gong verloren hatte.

Ist doch irgendwie verrückt, dachte sich Fred, da redete Gong von Liebe, heiratet aber jemandem, von dem sie sich finanziell mehr versprach.

Wie kommt es zu so was ? Für Fred ein Buch mit sieben Siegeln und es schien, dass er sich an diesen Siegeln die Zähne ausbeissen würde.
Es kamen ihm natürlich verschiedene Szenen mit Gong in den Sinn, speziell die, wie sie von einer Sekunde auf die andere umschalten konnte.
Jetzt noch lachend, im nächsten Moment schweigsam und bedrückt, dann wieder vor Freude strahlend.

Das Land Thailand hat es Fred natürlich auch wegen den vielen anderen Annehmlichkeiten angetan. Er bekam einfach, wovon er träumte und was er vermisste.

Nur nach dieser ersten Erfahrung, wo sich Fred wirklich tüchtig die Finger verbrannt hatte, war er mit seinen Einschätzungen vorsichtiger geworden. Er wollte allerdings nicht alle Menschen dieses Landes in den selben Topf werfen, zumal er auch in verschiedenen Foren im Internet viel zum Thema gelesen hatte und da waren nicht nur Erfahrungen, wie die von Fred beschrieben, nein es gab auch andere.

Natürlich hätte Fred auch einfach denken können, was soll’s, bist halt reingeflogen und die Sache abgeschrieben und vergessen.
Nur, das ist nicht Fred, er wollte der Sache auf den Grund gehen, sie wieder und wieder hinterfragen, er wollte Antworten finden, wollte wissen, was da wirklich passiert ist und wie es dazu kommen konnte.

Wo konnte Fred diese Antworten finden, wenn nicht in Thailand.

So flog er ein Jahr, nach seinem schmerzlichen Gefühlsdesaster wieder ins Land seiner Träume.

 

Part2

Fred hatte sich natürlich schon im Voraus verschiedene Ueberlegungen gemacht. Er wollte auf keinen Fall mehr, dass es ihn nochmals so erwischte, wie mit Gong, er wollte dieses mal wirklich besonders vorsichtig sein.

So kam der Reisetag und Fred ging ohne spezielle Erwartungshaltung auf diesen Trip. Der Flug verlief problemlos und auch der Transfer zu seinem Hotel klappte wie am Schnürchen.
Im Hotel angekommen, natürlich ein grossen Hallo an der Reception und auch an der Bar. Einige Gesichter kannte Fred, es waren fast Dauergäste, oder welche, die immer wieder ins selbe Hotel kamen.

Natürlich wurde schon mal vor dem Zimmerbezug ein, zwei Bierchen zur Brust genommen und das Stimmungsbarometer zeigte eigentlich auf hoch.

Irgendwann, nach der ausgiebigen Begrüssungsrunde bezog Fred dann endlich sein Zimmer.

Als Erstes stellte er sich unter die Dusche und rasierte sich. Nach erfolgtem Kleiderwechsel war er wieder frisch und gut aufgelegt. So ging er wieder an die Bar zurück, um nochmals ein Bierchen zu trinken.

Er überlegte sich, wie er denn nun den Abend am besten gestaltete und kam zu Schluss, dass er einfach mal die Orte und Bars besuchen wollte, die er vom letzten Jahr her kannte. Insgeheim erhoffte er sich natürlich, vielleicht irgendetwas über Gong zu erfahren, denn diese Geschichte hatte er einfach nie so ganz verstehen und verdauen können.

So spazierte er los, zuerst mal in diese Bar, wo Gong jeweils Karaoke gesungen hatte. Er blieb nicht lange, irgendwie fühlte er sich nicht besonders wohl hier, obwohl ihn die Cheffein freundlich begrüsst hatte und sich wirklich alle bemühten, dass Fred auf Touren kommen sollte.
Vielleicht morgen, dachte sich Fred, bezahlte und verabschiedete sich.

In der nächsten Bar ging es ihm nicht viel besser und so langsam fing sich Fred bereits an zu überlegen, warum er eigentlich hierher zurück gekommen war.

Naja, dachte sich Fred, hast wohl heute einen schlechten Tag, verabschiedete sich auch da und ging einige hundert Meter weiter. Die nächste Bar ist für heute meine letzte, dachte sich Fred und er ging dahin zurück, wo er Gong eigentlich das erste Mal gesehen hatte.

Man kannte Fred noch, aber es wollte einfach keine Stimmung aufkommen, zumal die Geschichte um Gong natürlich bekannt war und so kam fast so was wie ein schlechtes Gewissen auf. Die Ladys von dieser Bar wussten natürlich ganz genau, was dazumal ablief und dass Gong den Fred eigentlich hintergangen hatte. Irgendwie war es den Ladys nicht recht. Fred fing aber diese Stimmung auf und er überlegte sich, wie er diese komisch verklemmte Situation ändern konnte.
Eigentlich war es ja nicht Freds Problem, die Ladys auf Touren zu bringen. Er hätte ja auch einfach wieder gehen können, aber irgend etwas liess ihn einfach hier bleiben.
So läutete er mal die Glocke, was bedeutete, dass er eine Lokalrunde bezahlte.
Natürlich änderte das die Stimmung schlagartig, denn für die Ladys war somit klar, dass Fred wohl nicht böse war, weil man ihn seinerzeit nicht über den deutschen Nebenbuhler informiert hatte.
So wurde die Stimmung richtig heiter, schon fast aufgedreht. Fred wollte einfach etwas Fun haben und hatte auch nicht im Sinn, sich da eben mal schnell ein Mädchen mitzunehmen. Zu tief sass das vor einem Jahr erlebte.

Fred genehmigte sich nochmals einen Drink und der Barbetrieb nahm seinen gewohnten Lauf. Da die Stimmung so positiv umgeschlagen hatte, blieb natürlich nicht aus, dass sich die Ladys an der Bar auch Fred wieder vermehrt annäherten. Die eine wollte ein Game mit ihm machen, die andere einfach etwas plaudern. Natürlich hofften auch die Mädchen auf einen weiteren Drink und so gehörte natürlich auch das Animieren dazu, denn verkaufte Drinks bedeuteten Einkommen.

So sass Fred noch eine Weile und bemerkte gar nicht, wie er aus der Ferne gemustert wurde.

So verging noch einige Zeit, bis jemand um die Ecksäule der Bar rumschaute, Fred mit grossen Augen ansah und ganz zögernd Fragte, ob er nicht Fred sei?
Fred überlegte fieberhaft und dann schaltete es. Es war Yin, die er letztes Jahr angetroffen hatte. Sie war dazumal mit Jo unterwegs gewesen und war eine Freundin von Gong.
Yes, i’m Fred, i think you are Yin . Was Yin bejahte, aber Fred immer noch mit grossen Augen musterte, ob er es denn wirklich sei.
Ja, er war es, nur hatte er innerhalb eines Jahres 30 Kilo abgenommen. Die Geschichte mit Gong hatte im sehr viel zu schaffen gemacht, weshalb sich Yin nicht auf Anhieb sicher war. Fred war nicht nur äusserlich anders, er hatte sich auch innerlich verändert. Fred war irgendwie kritischer geworden. Wie er später erfuhr, hatte er wohl auch eine etwas traurige Ausstrahlung. Etwas war in Fred kaputt gegangen und das sah man ihm wohl auch an. Das lustige Funkeln in seinen Augen war verschwunden und hatte einem traurigen Blick Platz gemacht.

So setzte sich Yin nun neben Fred und sie begannen sich in einem sehr einfachen Englisch zu unterhalten und es blieb nicht aus, dass man auch auf Gong zu sprechen kam. Was Fred da erfuhr, erleichterte Ihn einerseits, musste sich aber eingestehen, dass er wohl doch sehr blauäugig im Bezug auf Gong war.
Fred sollte aber noch mehr lernen und er lernte in der darauffolgenden Zeit auch.

Thailand und seine Mensch zu verstehen, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Irgendwann versteht man vielleicht ein Bisschen das Familienleben auf dem Land, das Sozialsystem, aber niemals die Denkensweise dieser Menschen.

So sassen die beiden an der Bar und plauderten über das vergangene Jahr, mit all den Vorfällen.
Fred viel eigentlich erst viel später auf, dass man zwar ausgiebig über die Geschichte mit Gong gesprochen hatte, aber Yin eigentlich nichts aus Ihrem Leben erzählt hatte.

Irgendwann kamen sie dann darauf zu sprechen, wo Yin nun arbeite und Fred versprach Yin, auch mal in dieser Bar vorbei zu schauen.
Fred war’s nicht drum, eine Frau abzuschleppen, zumal er erst die Story um Gong verdauen musste, die ihm Yin da erzählt hatte.

So bezahlte Fred die Zeche und die zwei verabschiedeten sich.

Fred wollte noch ein paar Duschsachen einkaufen und dann zurück ins Hotel.
So ging er in den nächstgelegenen 7-Eleven und kaufte seine benötigten Dinge zusammen. Yin ging im nicht aus dem Kopf und er dachte sich, dass er eigentlich blöd gewesen sei, sie nicht zum Nachtessen eingeladen zu haben.

Yin hatte auf Ihn einen ruhigen und sachlichen Eindruck gemacht. Irgendwie war’s ihm wohl mit Yin zusammen, das hatte er schon im ersten Moment erkannt.

So ging er ins Hotel zurück. Im Zimmer angekommen, verräumte er die gekauften Sachen und ging zurück an die Hotelbar.
Irgendwie fühlte sich Fred alleine, obwohl er nicht alleine an der Bar sass, aber es kam einfach keine Stimmung auf, was offensichtlich an ihm lag. Er grübelte über das Gehörte nach und kam zu keinem einleuchtenden Schluss.

Nach einem Bierchen warf Fred einen Blick auf die Uhr und sah, dass es erst 9 Uhr abends war. Irgendwie war er noch nicht müde und zufrieden war er auch nicht. Er schalt sich einen Tor, denn immer und immer wieder kam ihm Yin in den Sinn. Warum sollte er nicht mit Ihr zusammen einen heben ?

Er nahm sich einige gute Vorsätze und machte sich auf den Weg. Nur ja nicht wieder verlieben und schon gar nicht ein Mädchen mit ins Hotel nehmen. So dachte sich Fred.

Er spazierte die Hauptstrasse runter. Natürlich überall .“ Hallo sexy Men, wellcome !”
Fred hatte ein Schmunzeln im Gesicht, aber er hatte sich nun in den Kopf gesetzt, dass er Yin besuchen wollte.

Nach einer Weile kam er in besagter Bar an und Yin freute sich natürlich, allerdings mit einem fragenden Blick in den Augen. Sie hätte gedacht, dass ich ins Hotel zurück wolle. Dort war ich auch, sagte Fred, aber ich dachte mir, wir könnten zusammen noch was trinken, oder hast Du vielleicht Hunger ?
First a Drink, entgegnete Yin und sie bestellten sich 2 Cin Tonic.

So alberten sie ein Bisschen mit den anderen Schwestern der Bar rum, was Fred natürlich grad nochmals ein paar Drinks kostete.

Irgendwann hatte Fred dann wirklich Hunger und so bezahlte er die Rechnung.
Einen fragenden Blick an Yin, ob sie denn nun auch Hunger hätte.
But you know, you have to pay for bar. Fred wusste das und so bezahlte er auch gleich die übliche Barfine.
Fred fragte Yin, auf was sie denn Lust hätte. Italien, Thai, Swiss, German or Austrian ?
Fred merkte, dass Yin eigentlich gerne Thai gegessen hätte, aber von Ihr kam lediglich, it’s up to you. No, no, it’s not up to me, you are my guest. You must be happy with this meal, not only me.
Fred kannte ein kleines Restaurant vom letzten Jahr, wo man auch ein Bisschen plaudern konnte und es gab dort sowohl ausgezeichnete Thai-, wie aber auch europäische Speisen. Fred hatte natürlich Lust auf europäisch, denn in seinem Land gab’s eher Reis mit verschiedenen Currys.

So spazierten sie zu diesem Restaurant und fanden auch einen netten Platz.
Zum Trinken bestellten sie sich ein Bier. Für Yin gab’s natürlich Reis, verschiedenes Gemüse und Garnelen. ( Gung )
Fred musste einfach ein feines Cordon Bleu haben.

Sie mussten etwas warten, bis das Essen kann, denn es waren ja auch noch andere Gäste da und so nutzten sie die Zeit und erzählten von sich.
Sie kamen sich unweigerlich näher. Yin war irgendwie leicht aufgekratzt, vielleicht weil sie es geschafft hatte, dass dieser Farang in Ihre Bar gekommen war.
Das Essen wurde serviert und so wurde die Diskussion halt essend weiter geführt. Das Bier ging zu Ende und es wurde eine weitere Runde bestellt.
Es war eine gemütliche und angenehme Stimmung und Fred fühlte sich seit Langem wieder richtig gut.
Allerdings hatte er sich gute Vorsätze genommen und wollte echt nichts übers Knie Brechen.
So bezahlte Fred und sie gingen noch in eine Bar, zu einer Freundin von Yin, um noch etwas zu trinken.
Die beiden Ladys waren natürlich am Erzählen und Fred schaute sich ein Bisschen um. Es gab viel zu sehen. Zwischendurch wurde Fred wieder mal berücksichtigt und man plauderte auch mit Ihm.

Irgendwann übermannte Fred doch die Müdigkeit und er meinte, dass er nun langsam ins Bett wollte. Mitternacht war natürlich für eine Lady von der Bar noch gar keine Zeit und so war Yin ziemlich erstaunt. Als Fred allerdings zu bedenken gab, wie lange er nun schon auf den Beinen war, hatte man für den armen Farang Verständnis.

Fred bezahlte auch hier und die beiden kamen aus der Bar auf die Strasse.
Nun kam eine etwas komische Situation. Fred fragte mal so ganz sachte, was Yin denn jetzt vor hätte. Sie fragte zurück, ob sie denn mit Fred mit ins Hotel gehen solle. Fred meinte aber, dass er sie zurück in die Bar bringen würde, oder auch zu ihrem Room, wenn sie das möchte. Fred wollte alleine bleiben.
So spazierten sie schliesslich zurück, zur Bar, wo Yin arbeitete.
Bei allen war ziemlich grosses Erstaunen festzustellen, was aber Fred nicht weiter störte. Sie genehmigten sich noch zwei Drinks und Fred bezahlte und verabschiedete sich, nachdem beide noch ihre Telefonnummern ausgetauscht hatten.

Fred ging zum Hotel zurück und man schaute ihn auch im Hotel etwas eigenartig an, weil er alleine zurück kam.
Auch dies kümmerte Fred wenig und er ging auf sein Zimmer. Er duschte ausgiebig und schaltete noch etwas den Fernseher ein und öffnete noch ein kleines Bier aus der Minibar.
Irgendwann schlief Fred einfach ein und wachte gegen Morgengrauen auf, weil der TV störte. Im Halbschlaf schaltete Fred den Störenfried aus und schlief weiter. Erst am Morgen, so gegen 10 Uhr wachte er wieder auf.
Etwas verwundert kreiste sein Blick im Raum umher und so langsam realisierte er, dass er ja in Thailand in seinem Hotelzimmer lag.
Irgendwie musste er über sich selber lachen, denn er hatte geschlafen, wie ein Stein.

Fred fühlte sich ausgeruht und er wandte sich der Morgentoilette zu.

Etwas später sass er beim Frühstück in seinem Frühstücksrestaurant vom Vorjahr, wo man Ihn noch kannte. Schon bald entstand eine Plauderei mit dem Wirt und man tauschte sich etwas aus, wie es einem denn so ginge und was man so zwischenzeitlich so alles erlebt hätte.

So unterhaltsam diese Plauderei auch war, Fred fehlte etwas. Komisch dachte er, irgendwie blöd.
Fred realisierte nicht, dass das gestrige Nachtessen mit Yin irgendwas in ihm bewegt hatte. Er kam nicht drauf.
So verlangte er nach der Rechnung und verabschiedete sich. „ Bis Morgen „ , rief der Wirt noch hinter ihm her.

Fred entschloss sich zu Massage zu gehen, zumal ihm der Flug noch etwas in den Knochen lag. So ging er wieder ans selbe Ort, das er auch noch vom letzten Jahr her kannte und sich immer wohl gefühlt hatte.
Er wurde freudig begrüsst und er begab sich in die erfahrenen Hände von Yeab. Sie war wirklich die Beste und wusste genau, wie sie mit Freds lädiertem Body umzugehen hatte. Sie hatte noch nicht lange mit einer sanften, aber bestimmten Massage angefangen, schlief Fred vor lauter Entspannung ein.
Irgendwann wurde er ganz sachte halb aufgeweckt, damit er sich auf den Rücken drehen würde.
Die Massage dauerte eine gute Stunde und Fred kam nun endgültig auf Touren. Diese entspannende Massage hatte ihm gut getan.

Er ging zurück ins Hotelzimmer, um das Massageöl wegzuwaschen.

Er kam ins Zimmer, aber irgend etwas fehlte. Fred fühlte sich auf einmal allein.


Part 3

Fred ertappte sich beim Gedanken, dass er irgendwie gestern blöd gewesen sei, dass er Yin nicht mit auf’s Zimmer genommen hätte.
So duschte er wieder ausgiebig, rubbelte sich trocken und ging zurück an die Hotelbar.
Dort traf er auch einige Leute, die er noch vom letzten Jahr her kannte und es wurde erzählt.
Irgendwann war es Abend und bei Fred machte sich der Hunger bemerkbar. Die anderen an der Bar hatten schon ihre Verabredungen, nur Fred war noch Solist.

Sollte er vielleicht Yin anrufen, oder einfach mal bummeln gehen und sehen, wo er vielleicht hängen blieb ? Fred war sich unschlüssig, machte sich aber auf den Weg und wartete insgeheim auf einen glücklichen Zufall.
Er spazierte die Hautstrasse runter und merkte eigentlich gar nicht, dass er wie von einem Magneten gezogen Richtung Yin’s Bar marschierte.
Nach ein paar Minuten kam er dort auch an und wunderte sich über sich selber.
Er wurde von allen freundlich und lachend begrüsst. Allerdings war Yin nirgends zu sehen. Er erkundigte sich bei der Kassiererin und sie sagte Fred, dass Yin sicher noch kommen würde. So sass Fred an der Bar und plauderte ein Bisschen mit der Kassiererin. Stimmung wollte allerdings keine aufkommen. Nong, die Kassiererin merkte dies auch und so rief sie Yin an, was sich allerdings erst später rausstellte, denn Fred verstand kein Thai.
Es verging noch eine Weile und auf einmal stand Yin da. Mit dem breitesten Grinsen erklärte sie, dass sie eben noch was einkaufen war und drum etwas später dran sei.
Fred kam sich irgendwie blöd vor, er der sich geschworen hatte, nicht nochmals mit einer Frau in Thailand auf die Nase zu fallen. Genau dieser Typ musste nun auf einmal wieder zu Yin. Irgendwas faszinierte ihn an Yin, nur wusste er im Moment nicht was es war. Yin war eine durchaus attraktive Frau, aber im Grunde genommen nicht das, worauf Fred eigentlich normalerweise abfahren würde.
Nur wusste Fred nicht, ob es die Art von Yin war, Ihre Ausstrahlung, ihre selbstbewusste Art ?
Pin hatte wunderschöne Augen und das faszinierte Fred. Ihr Lachen , diese schneeweissen blitzenden Zahnreihen. Wenn sie herzhaft lachte, zogen sich die Augen zu ganz schmalen Schlitzen zusammen. Diese Selbstverständliche Natürlichkeit, die sie ausstrahlte.
Fred merkte nicht, wie er mehr und mehr gefangen wurde, von diesem Wesen, von dieser Ausstrahlung.

Nach ein paar Drinks fragten Yin auf einmal : „ You play Pool ?“ Fred hatte das letzte Mal Poolbilliard , als er noch wesentlich jünger war, so etwa vor 25 Jahren.
I can try, entgegnete Fred, schon gespannt, wie das wohl laufen würde.
Es war ein kleinerer Tisch, was Fred am Anfang sehr entgegen kam. Sie machten 5 Spiele aus und der Verlierer hatte den nächsten Drink zu spendieren.
Fred gab sich wirklich alle Mühe, aber er verlor 5 : 0 . Vielleicht musst ich morgen anfangen zu trainieren, meinte Fred und Yin lachte bei der Vorstellung, dass Fred nun trainieren wollte.
So wurde eine weitere Runde bestellt und Fred dehnte die Runde ein Bisschen aus, um auch zu signalisieren, dass er sich mit dem Verliererstatus abgefunden hatte.

Die Zeit verstrich im Fluge und eigentlich hatte Fred ja Hunger. Er fragte Yin, ob sie schon gegessen hätte. Yin verneinte, worauf Fred fragte, auf was sie denn heute Lust hätte. I dont know, entgegnete Yin und Fred frage weiter. Ob sie denn vielleicht Fisch, Beef, oder Porc möge.
Yin mochte Beef, wie sie sagte und Fred hatte eine Idee. Er war schon in einem gemütlichen italienischen Restaurant und wusste, dass dort neben dem Pizzaofen auch noch ein Grill war.
So fragte er Yin, was sie davon halten würde und sie entschlossen sich, es doch einfach mal zu versuchen.

Fred bezahlte und sie verabschiedeten sich. See you tomorrow, meinte die Kassiererin. Da war sich Fred aber noch nicht so sicher.

Sie spazierten die Hauptstrasse hoch und bogen links ab, um du diesem Italiener zu kommen.
Fred realisierte erst, als es zu spät war, dass sie nun eben an seinem Hotel vorbei spaziert waren. Verflixt, dachte Fred. Was mach ich, wenn Yin möglicherweise mitkommen will ?
Sie kamen beim Restaurant an und Fred liess die Situation einfach laufen und er genoss.

Sie nahmen an einem freien Tisch platz, der auf einem Balkon, auf der Rückseite des Hauses stand. Ein ruhiges Plätzchen registrierte Fred.
Die Servicelady kam mit den Karten und fragte schon mal nach den Getränken.
Fred bestellte sich zuerst mal Tafelwasser, denn er wusste ja noch nicht, was er sich zum Essen bestellen würde.
Yin orderte auch ein Wässerchen und so ging’s hinter die Menuekarte. Für Fred alles kein Problem, nur Yin konnte mit den Bezeichnungen nicht wirklich was anfangen.
Allerdings waren sie in einem sehr gastfreundlichen Restaurant gelandet, wo man sich mit dieser Problematik offensichtlich auskannte und die Serviererin brachte ein Fotoalbum, wo man die Speisen auch sehen konnte, für die man sich interessierte.
Die Bilder und Fred’s Uebersetzung und Beschreibung halfen Yin, sich in der Speisekarte zurecht zu finden.
Yin war sich nicht schlüssig, Fred wusste nun aber, in welche Richtung Yin’s Gelüste gingen.
Yin fragte Fred, was er denn bestellen würde. Fred wollte Yin aber mit seiner Auswahl nicht beeinflussen.
Für Fred war diese Speisekarte wie im Paradies, denn in seinem Herkunftsland war es schwierig, solche Restaurants zu finden.
Fred merkte, dass sich Yin irgendwie nicht entscheiden konnte. Dieses üppige Angebot war schlichtweg zu viel für Yin.

Ganz spontan fragte Yin : „ can you order for me ?“
Fred wusste in etwa auf was Yin Lust hatte.

..... und so bestellte Fred.

Ha, wirklich wie im Paradies, dachte Fred.
Als Vorspeise diesen hauchdünn geschnittenen Parma Schinken mit Melone, dann musste noch eine Caprese her, also Tomatenscheiben mit Mozarella Käse.
Die Servicelady war ein Bisschen überfordert und der Chef musste kommen, denn offensichtlich war sie sich solche Bestellungen nicht gewohnt.
Der Chef war ein Italiener, in richtiger Papa, so zwischen 50 und 60 und ein paar gemütlichen Pfunden zu viel.
Kein Problem, meinte er. So wurden diese beiden Vorspeisen auf zwei Platten wundervoll angerichtet und in der Mitte des Tisches platziert, dass sich beide bedienen konnten.
Dazu gab’s noch einen Starter des Hauses. Kleine Brotscheiben mit Gemüse und Käse überbacken.
Der Hauptgang war auch ein Bisschen kompliziert für die Servierlady und der Chef musste nochmals bemüht werden.
Fred wollte keine Pommes zu einem so feinen Beef Filet vom Grill. So fragte er, ob es möglich sei, anstelle der Pommes ein feines Safran Risotto zu bekommen, was der Chef Freuden strahlend bejahte. Dazu gab’s natürlich noch ein schönes Gemüsebouquet.

Der Servicelady wurde es langsam unheimlich, was Fred da so alles zusammen bestellte.
Natürlich wurde zu diesen Speisen ein echter italienischer Rotwein bestellt.

Fred konnte sich vorstellen, was im Kopf der Serviererin vorging. So griff er in einem unbeobachteten Moment in seine Hosentasche und zügelte ein Bündel Geld in die Brusttasche seines Hemdes.
Fred konnte einen Schmunzler nicht verkneifen, als die Servicelady das Geld bemerkte. Es schien ihr ein Stein vom Herz zu poltern.

So konnte diesem feinen Mahl eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

Der Wein wurde gebracht und eingeschenkt. Fred prostete Yin zu und die Stimmung wurde immer besser.
Die Vorspeisen wurden aufgetragen und Yin machte grosse Augen. Sie hatte natürlich nicht genau mitbekommen, was da Fred so alles zusammen bestellt hatte.
So bediente Fred und platzierte fein säuberlich auf Ihrem Teller etwas Melone mit diesem hauchdünn geschnittenen Parmaschinken. Das Selbe machte er auch auf seinem Teller. Dann noch ein Bisschen Pfeffer aus der Pfeffermühle und es konnte los gehen. Fred war natürlich gespannt, ob er Yin’s Geschmack getroffen hatte.
Er hatte und Yin ass in einer Genüsslichkeit, dass es für Fred eine Freude war.
Fred legte nochmals nach und danach machten sie sich an die Caprese, die Fred ein Bisschen Kopfzerbrechen machte, weil da ja ungewohnter Mozarella Käse dabei war.
So träufelte er einen feinen Balsamico und etwas Olivenöl über die Tomaten und den Käse und würzte das ganze noch mit etwas Salz und Pfeffer.
Fred staunte nicht schlecht, er hatte offensichtlich wieder ins Schwarze getroffen.

Richtig getimt kam nun die Hauptspeise. Das Fleisch war wirklich medium gegrillt und das Sonnenblumen gelbe Safranreis sah super aus.
Yin kannte zwar Reis, aber ein Safranrisotto war neu für sie.
Aber es schmeckte der Yin und ihre Augen sprachen mehr, wie tausend Worte.
Es war wirklich ein Genuss. Natürlich war inzwischen die erste Karaffe Wein leer und Fred fragte Yin, ob sie noch etwas Wein möchte, was Yin mutig bejahte.
Fred wusste bis zu diesem Zeitpunkt nicht, dass Thais nicht so viel Rotwein ertragen können. Allerdings wurde es nicht zu einem Problem, weil sie ja auch reichlich assen.

Inzwischen war es schon bald gegen Mitternacht uns sie waren noch die einzigen Gäste.

So kam natürlich was kommen musste. Fred fragte noch nach der Dessert Karte. Die wurde auch unverzüglich gebracht. Solche Gäste hatten sie in diesem Restaurant wohl nicht jeden Tag.
Fred hatte natürlich seine ganz eigenen Gelüste und er erklärte Yin die Dessertkarte.
Als sich Yin entschieden hatte, nämlich Eiscreme mit Fruchtsalat und einem Tröpfchen Marascino, fragte Fred, ob es nicht möglich sei, ein Stück Gorgonzola Käse zu bekommen mit diesem feinen und frischen Weissbrot. Dies war nicht auf der Karte, aber Fred übermannten die Gelüste. Siehe da, alles kein Problem.

Fred war etwas erstaunt, über Fred’s Wunsch, als dann serviert wurde und Fred gab Yin etwas zum probieren. Auch das schmeckte Yin.

Als schlussendlich auch die Nachspeise bis zum letzen Krümelchen weggeputzt war, musste es noch ein Espresso mit einem Amaretto sein.
Bei dieser Bestellung bestellte Fred dann auch gleich die Rechnung.

Es war bis jetzt ein Abend, der offensichtlich nicht nur Fred Freude bereitet hat.
Stimmung super und beide waren zufrieden.

Fred bezahlte und gab ein schönes Trinkgeld, was die Servicelady natürlich freute.

Als sie nach Mitternacht das Restaurant verliessen, verabschieden sich das ganze Personal überaus freundlich und es schien ihnen nichts auszumachen, dass es etwas später geworden war.
Natürlich war der Spass nicht gerade billig, aber Fred hatte kulinarisch Einiges aufzuholen und es machte ihm natürlich Freude, so eine tolle Begleiterin zu haben.

So beratschlagten die beiden nun, was wohl noch auf dem Programm stehen würde und entschlossen sich, sich noch einen Absacker zu genehmigen.
Nur wo ? Die Auswahl war so riesig.
Sie gingen dem Gehör nach und landeten an einer Bar, wo Livemusic gespielt wurde.
Eine echt tolle 3-er Band, die ein breites musikalisches Spektrum drauf hatten.

Fred kam echt auf Touren und wurde schon fast ausgelassen. Schon nach kurzer Zeit ging an dieser Bar eine richtige Party ab. Die Stimmung war kaum mehr zu topen.

Inzwischen war es 2 Uhr in der Früh und Fred überlegte sich fieberhaft, wie er das jetzt anstellen sollte, denn er wollte auch diese Nacht alleine schlafen. Die Erinnerungen vom letzten Jahr machten ihm immer noch arg zu schaffen.
Zudemhin konnte Fred einfach nicht mit einer Frau in die Kiste springen, die er nicht ein Bisschen mehr kannte. Es musste einfach eine gewisse Vertrautheit da sein, sonst lief bei Fred nichts. Fred hatte in gewissem Sinn Ladehemmungen......

Der Abend war wirklich superschön, aber irgendwie reichte dies nicht, um mit Yin zu schlafen. Die Musik hatte inzwischen aufgehört zu spielen und so konnte man sich auch etwas ruhiger unterhalten.

Fred sprach das Thema geradeheraus an und versuchte Yin seine Situation und seine Gedanken zu erklären.
No Problem meinte Yin. Sie verabschiedeten sich an dieser Bar und sie spazierten in die Richtung, wo Yin mit ihren Freundinnen einen Room bewohnte.
Natürlich wieder an Fred’s Hotel vorbei, wo er von Yin nur einen fragenden Blick erntete.
Beim Spazieren packte Fred seinen Mut zusammen und sagte zu Yin, dass er sehr wohl verstehe, warum sie mit ihm mitgegangen sei. Fred hatte ja auch schon die Auslöse in der Bar bezahlt und so erklärte er Yin nochmals, warum er alleine schlafen wolle. Er wisse aber, dass das Mitgehen mit einem Mann ihr Job sei und so wollte Fred natürlich auch diese Sache in Ordnung bringen und drückte Yin den üblichen Betrag in die Hand, wie wenn sie die Nacht mit Ihm verbracht hätte.

Fred sah die Reaktion in Yin’s Augen und es war ihm peinlich. Er kannte ja das Geschäft schon vom Vorjahr und so musste er einfach so handeln, denn Yin wäre ja sonst ausser des Essens und des schönen Abends leer ausgegangen.
Es spielte sich in ihren Augen eine Mischung aus Ungläubigkeit und Verwunderung ab. So was hatte sie wahrscheinlich noch nie erlebt.
Irgendwann, viel später, erfuhr Fred dann auch, wie es in diesem Geschäft wirklich ablief.
Da kommt doch so ein Farang, holt eine Lady aus einer Bar ab, geht mit ihr schön essen, sie verbringen einen wundervollen Abend zusammen und am Schluss muss sie nicht mal ihren eigentlichen Job erledigen ?
Entweder war dieser Farang nicht richtig gewickelt, oder es stimmte sonst was nicht mit ihm, denn dieser Farang zahlte doch tatsächlich dafür, nur dass sie mit ihm den Abend verbracht hatte.

Fred konnte Yin das nicht erklären, er merkte auch nicht, dass er auf dem besten Weg war, sich wieder zu verlieben, sich in eine Prostituierte zu verlieben.

In der Zwischenzeit waren sie nun in der Nähe von Yin’s Absteige angekommen, mehr war es eigentlich nicht, denn diese Frauen nutzen diesen Raum meistens nur, wenn sie keinen Freier haben, oder um ihre Wäsche zu waschen und ihre Kolleginnen mal ausser Dienst zu treffen.

Geschlafen wird auf einer Reismatte und mehr, wie eine einfachste Behausung, konnte man diese Bude nicht nennen. Dies wusste Fred aber in dem Moment noch nicht, sonst hätte er möglicherweise Yin trotz aller Ueberlegungen doch mit ins Hotel genommen.

So verabschiedete sich Fred von einer immer noch sehr erstaunten Yin. Allerdings hatten die beiden ja ihre Telefonnummern ausgetauscht. Yin fragte Fred nur noch, ob er denn gegen Abend wieder an die Bar kommen würde. Fred sagte Ihr, dass er erst mal eine Nacht darüber schlafen wolle und sich erst am Morgen entscheiden würde, was er unternehmen wolle.
Sie könnten ja nun auch jeder Zeit zusammen telefonieren.

Da Yin nun „ zu Hause „ angekommen war, verabschiedete sich Fred und gab Yin auch ein Küsschen auf die Stirn. Er bedankte sich für den wunderschönen Abend.
Dies hat in Yin natürlich wieder Fragen aufgeworfen, denn wieso bedankte sich dieser Farang, denn er hatte ja IHR einen schönen Abend bereitet und sie musste nicht mal mit ihm schlafen.

So spazierte Fred wieder in Richtung seines Hotels. In den Bar’s ging noch richtig was ab und er hörte da und dort : „ hello sexy men, wellcome !“
Fred hatte aber vorerst mal genug mit dieser neuen Situation zu tun und wollte in sein Zimmer.

Der Vorsatz war eigentlich gut, nur musste er auf dem Weg zum Zimmer auch an der Hotelbar vorbei. Die Bar war immer noch besetzt und die Stimmung auch etwas ausgelassen.
Fred wollte eigentlich an den Leuten und der Bar vorbei, um im Zimmer zu verschwinden, aber er hatte keine Chance und man forderte Ihn auf, noch etwas zu bleiben. Schlafen könne er ja immer noch.
So blieb Fred noch auf ein, zwei Drinks, aber irgendwie war er in Gedanken und es wollte für Ihn keine Stimmung aufkommen.
So bezahlte Fred, verabschiedete sich von den anderen Gästen und ging endlich ins Zimmer. Inzwischen war es schon halb vier und früher Morgen.
Fred duschte und legte sich ins Bett. Er konnte einfach nicht schlafen und wälzte sich hin und her. Yin ging ihm nicht mehr aus dem Kopf.

Fred konnte nicht schlafen und er stand auf und ging etwas spazieren. Inzwischen war es gegen 5 Uhr morgens und selbst um diese Zeit sah Fred noch vereinzelt Gäste in den Bars sitzen. Die zum Teil lautstarken Reden und Diskussionen liessen auf reichlichen Alkoholkonsum schliessen. Fred taten die Lady’s an diesen Bar’s leid. Mussten die doch so lange ausharren, bis die letzten gegangen waren, um im Spätnachmittag wieder frisch und putzmunter zum Dienst anzutreten.

Es zog Fred in Richtung Beach, wo er nach einer Weile auch ankam. Die Frühmorgendliche Stimmung war einzigartig, alles war in ein noch diffuses Licht getaucht. Irgendwann würde auch die Sonne aufgehen und Fred wartete in Gedanken versunken auf den Sonnenaufgang.

Wie soll denn diese Geschichte mit Yin weiter gehen ? Zu tief sass noch die Enttäuschung vom letzten Jahr in seinem Gemüt und seiner Seele.
Nur wollte Fred ja nicht wegen einer misslungenen Geschichte gleich alle Frauen in den selben Topf werfen.
Fred schien es auch, dass Yin irgendwie anders war, wie seinerzeit die kleine Gong, mit ihrer super Stimme.
Yin konnte auch singen, nicht so perfekt wie Gong, aber auch sie griff zum Mikrofon, wenn sich die Gelegenheit dazu ergab.
Es war aber nicht unbedingt die Singerei, die bei Yin anders war. Die ganze Yin war anders.
Sie machte auf Fred einen sehr erfahrenen und standfesten Eindruck. Diese Frau wusste wohl wovon sie sprach. Fred fühlte sich irgendwie wohl und sicher, wenn er mit Yin zusammen war.
Yin hatte offenbar auch nicht so viel Erfahrungen gesammelt in schönen Restaurants, wenn sich Fred den letzten Abend so richtig überlegte. Für ihn war einfach wichtig, dass es Yin Freude gemacht hatte und es Ihr geschmeckt hatte.
Auf der anderen Seite war Yin ja über Fred’s Verhalten doch sehr erstaunt, weil er sie nicht mit auf’s Zimmer nahm. Sie konnte Fred einfach nicht verstehen, dass er Ihr einen Liebeslohn bezahlte und keine Gegenleistung dafür einforderte.

Inzwischen war die Sonne aufgegangen.

Fred genoss diese ersten Sonnenstrahlen und genoss diesen Sonnenaufgang. Irgendwann erwischte er sich beim Gedanken, dass so ein Sonnenaufgang mit Yin zusammen wirklich schöner gewesen wäre. Nur dafür war es jetzt zu spät. Die Zeit verstrich und so langsam machte sich bei Fred wieder Hunger bemerkbar. So stand er auf und spazierte langsam wieder in Richtung Hotel.
Eigentlich wollte er frühstücken gehen, aber alleine machte es Fred einfach keinen Spass. Reiss Dich mal zusammen, sagte er sich und schlenderte weiter. Ich könnte natürlich mal ein SMS schreiben. Vielleicht war Yin ja auch wach und hörte das feine Piepsen des Telefons.
Ach dummes Zeug, schalt sich Fred selber und merkte gar nicht, dass er bereits an seinem Hotel vorbei spaziert war. Ja Du bist ja ein Knallkopf mein lieber Fred, dachte er sich, als er diesen Umstand bemerkte. Fred war unbewusst wieder in Richtung Yin’s Raum spaziert. Fred blieb verwundert stehen. Was ging hier mit ihm ab ?
Fred kehrte um und ging in sein Hotel, um mal einen Kaffee zu trinken, um wieder auf klare Gedanken zu kommen.

Der Kaffee kam, Fred nahm einen tiefen Schluck und zündete sich eine Zigarette an.
Er brütete vor sich hin und er war hin und her gerissen, was er nun machen sollte.
Sein Gefühl sagte, er solle doch mal dieses SMS starten. Das Resultat konnte er ja dann sehen. Die Erfahrung aber sagte Vorsicht. Fred, Du bist auf dem besten Weg, dich wieder zu verlieben.
Geniesse einfach Fred, nimm es wie’s kommt, aber verbrenn dir nicht wieder die Finger. Naja, aber so ein kleines SMS, kann ja wirklich nicht schaden, dachte sich Fred und er schrieb. Er schrieb nur : „ You sleep ?“ und schickte das SMS weg. Er trank einen weiteren Schluck seines Kaffees und zündete sich seine nächste Zigarette an.
Die Antwort kam postwendend. Ganz einfach : „ No .“

Fred strahlte und dies nicht nur innerlich. So rief er Yin an und fragte etwas unbeholfen, warum sie denn nicht schlafe, sie sei ja sicher noch müde, nach dem gestrigen Abend. Es schien aber der Yin gleich wie dem Fred zu gehen. Sie konnte nicht schlafen und war wohl auch ein Bisschen am Studieren.
So fragte Fred unumwunden, ob sie nicht Lust auf Frühstück hätte. Yin hatte. So vereinbarten die beiden, dass Fred sie abholen würde und die Strasse runterspazieren würde.
Als Fred von der Hauptstrasse in Yin’s Strasse einbog sah er Yin schon auf ihn zukommen. Dies mit einem strahlenden Lachen im Gesicht. So strahlten beide und freuten sich, einander schon nach so kurzer Zeit wieder zu treffen.
Fred erzählte, dass er spazieren war und dass er an der Beach den Sonnenaufgang miterlebt hätte. Allone, fragte Yin und Fred musste grinsen. Ja, natürlich alleine, denn ich habe Dich ja gestern nach Hause gebracht.
Yin erwiderte nichts mehr und Fred fragte, ob sie ein gutes Plätzchen für ein schönes Frühstück kenne. Eigentlich nicht, meinte Yin. Fred erfuhr später auch warum.
Fred kannte ein schönes Plätzchen, wo von einem Deutschen gemanagt wurde.
Sie kamen da an und fanden einen schönen Platz unter einem Deckenventilator zur Strasse raus. So konnte man auch die Strasse beobachten, was hilfreich war, wenn das Gespräch ins Stocken geriet.
Eine nette Serviertochter kam mit der Karte und fragte nach den Getränken. Fred bestellte sich Kaffee und Wasser und Yin nur Wasser.
Als die Getränke gebracht wurden, bestellte sich Yin Reis mit einer Art Suppe, wo verschiedenes Gemüse und Garnelen drin waren. ( Tomjam Gung ... oder so)
Fred war ein Bisschen aus dem Tritt und er bestellte sich seinen Gelüsten entsprechend eine Riesenbockwurst mit frischem dunklen Brot und deutschem Senf.

Sie waren natürlich schon nach kurzer Zeit in ein Gespräch vertieft und merkten gar nicht, dass das Essen schon kam.
Sie fingen mit dem Essen an und Fred schaute natürlich interessiert zu, wie man nun dieses Reis mit der Suppe nun zu essen hatte. Derweil tat er sich an seiner Bockwurst gütlich und sie schwiegen einen Moment. Nach den ersten Bissen ging das Gespräch weiter. Fred schilderte Yin auch, dass er sich im Bett hin und her gedreht hätte und einfach nicht schlafen konnte. Yin ging es nicht besser, denn der gestrige Abend hatte sie etwas verwirrt. Nur, dieser Farang ruft sie doch am Morgen an, um mit ihr zu frühstücken.












Part 4

Beide lachten über diese für Yin etwas seltsame Entwicklung. Yin fragte sich natürlich schon, wieso Fred sie zum Frühstück abholt und in den frühen Morgenstunden hatte er sie erst zu Ihrem Raum zurück gebracht. Yin kam das Ganze etwas spanisch vor.
Fred hingegen kam sich auch etwas blöd vor, aber er fragte Yin, wie das denn sei, wenn sie jetzt mit ihm frühstücke, ob er dann in der Bar auch zu bezahlen hätte. Yin lachte und sagte, dass das Ihre Freizeit sei und das niemand etwas angehen würde. Fred war erst mal beruhigt. Es war ihm natürlich klar, dass wenn er am Abend wieder mit Yin zusammen sein würde, hätte er auch wieder in der Bar zu zahlen.
Das war aber erst am Abend. Fred genoss das, was jetzt war. So erzählte ihm Yin nach einigem Zögern auch, warum sie so erstaunt über Fred’s Verhalten sei. Normalerweise würde sie erst am späteren Abend in der Bar ausgelöst, nachdem der Farang schon beim Essen war und am Morgen hätte sie in den meisten Fällen schon vor dem Frühstück wieder zu gehen. Es ging in den meisten Fällen nur um das Eine. Es kam aber auch vor, dass sogar noch um den Preis gefeilscht wurde und alles auf eine Short Time rauslief, was bedeutete, dass sie gleich nach ihrer Pflicht wieder gehen konnte.

Fred war sehr still bei Yin’s Worten und er kam sich irgendwie schäbig vor und schämte sich.
Die Diskussion ging aber weiter und Fred musst nun erzählen, wie er dazu kommt, mit einer Lady aus der Bar schon 2 mal zum Nachtessen gegangen zu sein und jetzt sässe er mit besagter Lady auch noch beim Frühstück, ohne dass bisher irgendwas in Richtung Sex gelaufen sei.
Nun hatte Fred ein kleines Problem. Was sollte er Yin nun antworten, dass sie es nicht falsch verstand?
Fred sagte Yin gerade hinaus, dass er nicht so einfach mit einer Frau ins Bett steigen könne, ohne sie nicht zumindest etwas näher zu kennen.
Sie solle sich doch darüber keine Gedanken machen, denn wenn es dann geschähe, würden sie beide das dann schon früh genug bemerken.
Fred kam natürlich wieder schlagartig das Erlebnis des letzten Jahres in den Sinn.

Yin schaute Fred nachdenklich an.

Fred war unter diesem fragenden Blick und Gesichtsausdruck etwas komisch zu Mute und er rettete sich in einer Frage. Was denn heute so Yin’s Programm sei, fragte Fred, um einfach diese etwas knifflige Situation zu umgehen. Yin hatte nichts auf dem Programm und so frage Fred, ob sie nicht Lust hätte, auf dem Markt etwas shopen zu gehen. Es war eine gute Zeit und Fred erinnerte sich, dass jeweils an diesem Tag in der Nachbargemeinde ein grosser Markt war. You need some things, fragte Yin ungläubig.
Ich nicht unbedingt, aber Du vielleicht. Ich schau mich nur mal ein Bisschen um, vielleicht sehe ich was für meine kleine Tochter.
Bumm... dieser Schuss war auch draussen. Du hast eine Tochter, fragte Yin erstaunt und zugleich erfreut. Fred bejahte diese Frage und versprach Yin, ihr im Internet mal ein paar Bilder von sich und seiner Familie zu zeigen.
Sie beschlossen also zum Markt zu fahren und Fred bezahlte die Rechnung. Sie spazierten zur Hauptstrasse, wo sie ein Taxi aufhalten konnten. Nach kurzer Zeit hielt eins an und sie stiegen hinten auf die Ladefläche, wo seitliche Sitzbänke angebracht waren. Der ganze Spass kostete lediglich 10 Bath für eine Person und los ging’s. Diese Taxis fahren ganze Routen und halten auf Verlangen an. Wenn man aussteigen wollte, drückte man einfach einen Klingelknopf und das Taxi hielt an, man bezahlte und das war’s. Einfacher geht es ja wirklich nicht mehr, dachte Fred, als sie beim Markt anhielten.

Der Markt wurde auf einem Freien Feld abgehalten und über die ganzen Stände waren Zeltblachen gehängt, falls ein Regen aufkommen würde.
Das Angebot war riesig. Von Haushaltartikel, über Werkzeug, Schuhe, Kleider, Unterhaltungselektronik, Bücher, Lebensmittel, einfach alles da, für den täglichen Bedarf. Natürlich gab es auch Essensstände mit vielen exotischen Dingen, die Fred natürlich nicht kannte.
So schlenderten sie in diesem Gewusel umher und Fred sah auch da und dort Dinge, die er für seine Tochter anschaute.
Er merkte aber auch, dass Yin nun nicht so recht wusste, inwiefern sie sich nun was kaufen könnte. Fred bemerkte dies und sagte zu Yin, dass er natürlich nicht wisse, was sie gebrauchen könne und was ihr Freude machen würde.
Nun war natürlich auch das Problem, dass Yin nicht wusste, wie viel den Fred für sie auszugeben bereit war. Fred hatte bemerkt dass Yin mit einem Paar Jeans geliebäugelt hatte. So kombinierte er noch in Gedanken ein, zwei Shirt’s dazu und drückte Yin 1000 Bath in die Hand. Sie solle sich doch einfach was aussuchen, was ihr gefallen würde.
Yin bedanke sich für das Geld und dann ging’s zur Sache. Fred war erstaunt, was eine Einheimische mit 1000 Bath so alles kaufen konnte. Da waren natürlich mal die Jeans, die natürlich anprobiert werden mussten. Dies alles ohne Umkleidekabine. Dies war aber kein Problem, denn die Verkäuferin hatte eine Art Umhang zur Hand. In den stellte sich Yin rein und so stand einem Probieren nichts mehr im Wege.
Nach den Jeans musste dann Fred mit Rat und Tat zur Seite stehen, denn Yin war sich mit dem Shirt nicht schlüssig. Eigentlich hatten ihr zwei verschiedene gefallen und Fred fragte, warum sie denn nicht beide kaufen würde, denn sie hätte ja genug Geld übrig.
Fred realisiert nicht, dass sie sich noch etwas von diesen 1000 Bath zurücklegen wollte.
So kaufte sie sich die 2 Shirts und es war immer noch Geld übrig. Fred ermunterte Yin dazu, doch auch noch Schuhe zu kaufen, die ihr bequem seien. Wieder dieser fragende Blick von Yin und dann die Antwort, dass sie ja Schuhe hätte und sonst sei das ganze Geld weg. Aha dachte Fred nur und ermunterte sie trotzdem, auch noch Schuhe zu kaufen, die ihr gefielen.
Früher war es für Fred ein Greuel, Kleider einkaufen zu gehen und nun machte es ihm schon fast Spass.
Yin fand auch noch ein Paar Schuhe, die Ihr gefielen und es war immer noch etwas Geld übrig.
Yin meinte, ob Fred nicht auch was für seine Tochter kaufen wolle. Fred entgegnete, dass das ja noch Zeit hätte und sie würden sicher nochmals auf einen Markt gehen.
Fred wollte eigentlich wieder mal eine Zigarette rauchen und das ging hier in der Oeffentlichkeit nicht. So machte sie sich langsam wieder auf den Heimweg denn es plagte inzwischen auch der Durst etwas.
Sie gingen wieder an die Strasse, hielten ein Taxi auf, stiegen ein und fuhren los.
Die Frage war jetzt nur wohin.
Yin meinte, dass sie nun mal duschen müsse und auch Fred war verschwitzt und hätte nichts gegen eine erfrischende Dusche einzuwenden gehabt.

So fragte Fred nun, ob sie bei sich duschen wolle, er würde dann in einer Bierbar warten. Yin meinte, dass er ja auch duschen wolle. Dieses Schlitzohr dachte sich Fred und ging auf das Spiel ein.
So hielten sie das Taxi in der Nähe des Hotels an und stiegen aus. 20 Bath für beide. Echt der Hammer, diese Taxis, dachte sich Fred.

Nun wurde es wieder knifflig. Yin, ich habe aber nichts zum Duschen für Dich, wir müssen was einkaufen gehen. Das war auch kein Problem, denn es gab ja den berühmten 7-eleven und darauf ging Yin nun zielbewusst zu.
So kauften sie sich Shampoo und Duschzeug und Fred musste einfach noch etwas Schokolade kaufen.
So gingen sie ins Hotel und Fred dachte schon wieder zu viel. Als sie zur Reception kamen legte Yin wortlos die ID-Card auf den Tresen und die Dame vom Empfang machte mit einem vielsagenden Blick eine Kopie davon. Es gab auch Hotels, wo die ID Karte von der Receptionistin einbehalten wurde, bis die Frau wieder ging.

Fred bekam den Zimmerschlüssel und die beiden gingen ins Zimmer. Als Fred aufschloss und die AC eingeschaltet hatte, zeigte er Yin wo die Dusche war und sagte Ihr, dass er auf der Bar auf sie warten würde. Er würde nach Ihr Duschen.

So ging Fred an die Bar und bestellte sich ein Bier. Seine Wertsachen hatte er eh im Hotelschliessfach eingeschlossen, also konnte diesbezüglich nichts passieren.
So wartete Fred bei seinem Bier auf Yin und plauderte ein Bisschen mit den anderen Gästen. Nach einer Weile erschien Yin mit nassen Haaren und sagte Fred mit einem Augenzwinkern, dass das Bad nun frei sei.
Fred ging los, das Bier zwar noch auf der Bar, um ausgiebig zu duschen.
Dabei bemerkte er, dass Yin Ihre Duschsachen fein säuberlich auf dem Waschtisch stehen gelassen hat.
Als er abgetrocknet wieder ins Zimmer kam, realisierte er auch, dass Yin die Einkäufe auf einem den Stühle liegen gelassen hat.
Aha, dachte Fred, das Spiel geht weiter. So ging er an die Bar zurück, wo sich Yin inzwischen ein Wasser bestellt hatte und konnte es nicht unterlassen, dass ein gewisser Schalk in sein Gesicht trat, als er Yin sagte, dass sie ja Ihre Sachen vergessen hätte. Nun war Yin etwas verlegen und Fred musste laut in sich hineinlachen.
No Problem....
Nach dem Drink an der Hotelbar gingen die beiden hinaus, denn Fred wollte Yin den Pool schmackhaft machen und dort hatte es auch noch eine Poolbar.
Sie gingen seitlich um den Pool herum, um an der Poolbar auch noch einen Drink zu nehmen. Dort meinte dann Fred, dass er eigentlich gerne nochmals versuchen würde, Billard zu spielen und ob ihm Yin das nicht etwas beibringen könnte.
So hatte sich Fred elegant aus der heiklen Situation befreit und es konnte weiter gehen.

Wo er den spielen wolle, fragte Yin. Ich dachte, wir spielen in Deiner Bar, dann kannst auch gleich Deine Sachen in Deinen Room bringen, denn der liegt ja am Weg.

So gingen sie zur Reception, um den Schlüssel für das Zimmer zu holen, damit Yin Ihre Einkäufe mitnehmen konnte.
Yin packte alles zusammen, nicht aber die Duschsachen und sie spazierten aus dem Hotel. Als sie in die Nähe von Yin’s Zimmer gekommen waren, meinte sie, dass sie schnell alleine gehen könne, Fred solle doch schon mal zur Bar vorgehen. Aha, dachte Fred, sie will mir wohl nicht zeigen, wie sie wohnt.
So ging er dann schon mal zur Bar, um da auf Yin zu warten. Er bestellte sich ein kleines Bier und versuchte etwas mit der Kassiererin zu plaudern.

Offensichtlich hatte Fred’s Verhalten schon die Runde gemacht und so ganz beiläufig fragte die Kassierein, ob er denn letzte Nacht auch allein geschlafen hätte.
Ich war schon allein, aber geschlafen habe ich nicht. Ich war noch etwas an der Beach.
Ungläubige Augen schauten nun den Fred an. Nicht mein Problem, dachte sich Fred.

Inzwischen war auch wieder Yin aufgetaucht und sie bestellte sich einen Drink. Natürlich ging augenblicklich eine Diskussion in Thaisprache los und Fred konnte nur erahnen, was da besprochen wurde. Augen können Bände sprechen.
Innerlich amüsierte sich Fred natürlich, nur war sein Verhalten in diesem Gewerbe offenbar wirklich nicht normal.

Nach einer Weile fragte Fred, wie es denn jetzt mit einer Runde Pool wäre, worauf Yin antwortete, yes i will teach you.
Fred musste schmunzeln und dachte an die Zeit, vor etwa 30 Jahren, als er beim Billard gar nicht mal so schlecht war.
So ging’s zur Sache. Fred hatte die vollen und Yin die halben Kugeln. Dies, nachdem Yin angestossen hatte.
Fred sah natürlich alt aus, denn Yin spielte mit ihrem Trainingsvorsprung meisterlich, im Vergleich zu Fred.
Irgendwann fing es aber auch bei Fred besser an zu laufen, was Yin mit einem Lachen quittierte. Allerdings verlor Fred 4 : 1 und dieses eine Spiel hatte er auch nur gewonnen, weil Yin absichtlich Fehler machte.

The Looser have to pay a round, what you like to drink ? Mit einem fragenden Blick meinte Yin, sie würde einen Gin Tonic trinken. So bestellte Fred deren zwei.
Es kamen noch zwei Freundinnen, die mit Yin den selben Room bewohnten dazu und auch denen offerierte Fred einen Drink.
So kam die Stimmung noch mehr in Schwung. Es wurde gescherzt und gealbert und das Gelächter tat richtig gut.
Was doch so ein paar Drinks ausmachen, dachte sich Fred. Natürlich war es das Geschäft der Frauen zum Trinken zu animieren und dieses Geschäft verstanden sie meisterlich.

Irgendwann war Fred ziemlich angeheitert und da es inzwischen Abend geworden war, plagte ihn auch wieder der Hunger.
So fragte er Yin, was sie zu einem Nachtessen meinen würde. Yin war natürlich erfreut darüber, dass sie wieder zum Nachtessen ausgeführt wurde.
So bezahlte Fred die Rechnung, wo man auch gleich die Bargebühr für die Lady draufsetzte, die er ja von hier mitnahm.

Fred hatte wieder dieses blöde Gefühl. Bezahlen, weil er jemanden von der Bar mitnahm. Naja dachte sich Fred, wenn Yin nicht an der Bar war, konnte sie nicht animieren und somit entging der Bar ein gewisser Verdienst, der so kompensiert wurde.
Zudemhin wurde den Mädchen ja ein Grundgehalt plus Umsatzbeteiligung bezahlt.
Selbst das Trinkgeld wurde unter den Frauen aufgeteilt.

Fred hat mit der Zeit auch rausgefunden, dass es Bars gab, wo die Frauen weitaus schlechter verdienten und sich die Mammasan alles in den eigenen Sack steckte.

Fred kannte vom letzten Jahr ein Restaurant in der Nähe seines Hotels, das von einem Oestereicher geführt wurde. Im Grunde genommen war er selber nur ein stiller Beisitzer, der sich mit den Gästen unterhielt, eigentlich wurde das Restaurant von seiner Frau geführt, da es für einen Ausländer nur in speziellen Konstellationen möglich ist, eine Arbeitsbewilligung zu bekommen.
So machte Fred sich Fred daran, Yin von den Vorzügen dieses Restaurants zu überzeugen. Fred wusste, dass es nebst einem anständigen Schnitzel auch vorzügliches Thaiessen gab.
So spazierten sie also zum Oestereicher und fanden auch einen Tisch. Es war gemütlich dort und der kleine Tisch, den sie sich ausgesucht hatten, war ein Bisschen im Innern des Restaurants, so dass Fred die ganze Scene gut überblicken konnte, was da so alles ablief.
Es wurde bestellt, für Fred europäisch für Yin Thai Essen.

Bis jetzt war der Tag ganz gut verlaufen und Fred überlegte sich so, was nach dem Essen noch so laufen könnte. Er fragte natürlich auch Yin und sie meinte nur : „ It’s up to you „ ! Immer up to me, meinte Fred, das mag ich nicht, denn Dir soll der Abend ja auch gefallen.
Das Essen wurde gebracht und sie fingen schweigend an zu essen. Irgendwie bröckelte die gute Stimmung etwas. Dies hing wohl damit zusammen, dass beide etwas nachdenklich geworden sind.
Yin war dieser Weisse etwas suspekt, irgendwie nicht so klar einzuordnen.
Was wollte der eigentlich ? Schlief nicht mit Ihr, ging aber schön zu zweit essen und vergnügte sich mit Livemusik und wollte einfach Fun.
Er verhielt sich auch den anderen Frauen gegenüber offen, fröhlich, ging aber nie zu weit mit seinen Aeusserungen und seinem Verhalten. Dieser Fred war schlecht einzuschätzen.
Fred seinerseits war sich seiner Sache irgendwie nicht sicher. Er glaubte zu spüren, dass er sich in Yin verliebt hatte. Verliebt in eine Prostituierte, in eine Lady von der Bar.
Fred versuchte krampfhaft, diesen Gedanken zu verscheuchen, denn die Stimmung mit Yin zusammen war zu schön.
Es fielen ein paar Bemerkungen über das Poolspiel und Fred wollte eigentlich gerne wissen, was Yin mit den Frauen in Ihrer Bar so besprochen hatte. Nur, da biss Fred irgendwie auf Granit.
Es kam kein richtiges Gespräch zustande. So assen sie fertig und Fred schlug vor, wieder in diese Musikbar in der Nähe zu gehen, wo der gute Gitarrist spielte.

Sie kamen an der Bar an und die Cheffin dort zeigte sich erfreut, denn Gäste bedeutete Umsatz.

Die Musik war gut, die Stimmung an der Bar prächtig und Fred tanzte sogar, was er sonst eher selten tat. Fred machte es zu schaffen, was nacher wieder kommen würde. Er musste entscheiden, ob er Yin mit ins Hotel mitnehmen würde, oder sie einfach wieder zu Ihrem Room bringen. Dies drückte irgendwie auf Fred’s Stimmung. Er redete sich ein, dass er sich ja immer noch entscheiden könne. Auf der anderen Seite wusste er, dass er mehr für diese Frau empfand, wie einfach nur für eine Begleiterin.
Es war zum Mäuse melken. Fred fand natürlich Yin auch attraktiv, aber eigentlich war Ihr Aeusseres gar nicht unbedingt nach Fred’s Geschmack. Sie war im schon fast etwas zu gross. Natürlich war sie schlank und hatte eigentlich eine gute Figur, aber diesbezüglich war von Begehren kaum eine Rede. Fred faszinierte viel mehr die Person, Ihr Wesen und Ihre Ausstrahlung, Ihr Lachen, Ihre Augen und Ihre blitzenden Zähne.

Der Moment kam, wo die Musik aufhörte zu spielen und sie nach Hause mussten. Fred bezahlte, sie verabschiedeten sich und spazierten in Richtung „ nach Hause „. Für Fred bedeutete dies sein Hotel und für Yin Ihren Room.
Sie spazierten am Hotel vorbei und Fred bemerkte natürlich die fragenden Blicke von Yin. Fred aber spazierte mit Yin an der Hand am Hotel vorbei und direkt in Richtung von Yin’s Room. Aus Yins Room schien kein Licht, also war wohl noch keine Ihrer Mitbewohnerinnen da. Fred war es irgendwie nicht wohl, Yin nun einfach so hier zulassen, so ganz alleine. Yin steuerte auf die Türe zu, schloss auf und öffnete. Licht wurde eingeschaltet und so sah Fred wie und wo Yin wohnte. Es war eigentlich nur ein leerer Raum, ausser 2 Gestellen und einem Plastikmottenschrank. Bei Bedarf wurde eine Reismatte aufgerollt und darauf geschlafen.

Fred schluckte leer. Er nahm Yin einfach an der Hand und sagte : „ we go .“
Eine endloslange Pause entstand. Fred kam es zumindest so vor. Yin packte wortlos ein paar Kleidungsstücke in eine Plastictüte, löschte das Licht, schoss die Türe wieder und sie gingen. Zum Glück hatten noch einige Bars Gäste und Fred musste sich zuerst von dem erholen, was er gesehen hatte. Innerlich kochte er vor Wut, dass Yin so leben musste. Musste sich prostituieren und dann noch in so einem Stall wohnen. Das war schlichtweg zu viel für Fred.
So steuerten sie die nächstbeste Bar an und Fred brauchte mal was Handfestes und bestellte sich einen Black on the Rocks. Yin einen Gin Tonic. Fred brachte kaum einen Ton heraus. War das nun ein Trick ? War ja eigentlich nicht sein Problem, dass Yin so wohnte. Natürlich war Fred schon klar, dass Yin wahrscheinlich sehr oft mit Kunden unterwegs war und dann eher im Hotel schlief, aber für Fred war das zuviel, was er da gesehen hatte. Er bestellte noch einen weiteren Drink und sagte immer noch nichts, während Yin ihn fragend und etwas verunsichert ansah. Es war inzwischen schon früher Morgen, aber Fred war total aufgewühlt.

Jetzt hatte Fred doch entgegen seiner Ueberzeugung Yin einfach mitgenommen und für Ihn wurde dadurch das Problem nicht einfacher. Er spühlte es mit einem weiteren Drink runter. Der Alkohol tat seine Wirkung und Fred fühlte sich endlich in der Lage Yin etwas zu fragen.
Yin, warum lebst Du so ? Yin erklärte Ihm, dass sie noch einen Sohn hätte, der bei Ihren Eltern wohnen würde und so müsse sie auch Geld nach Hause schicken, sie erzählte, dass sie noch jüngere Geschwister hätte, die auch noch zur Schule gehen würden. So müsse sie sparsam mit ihrem Einkommen umgehen, das sie erzielen würde.

Fred erinnerte sich fast schlagartig wieder an die Geschichte vom letzten Jahr. Es war wieder so eine Geschichte, und sie glichen sich auf’s Haar. Es war zum Mäuse melken.
Fred musste sich einen Ruck geben, um wieder ins Jetzt zurück zu kommen. Yin sah ihn mit einer gewissen Verwunderung an, aber Fred hatte am Erlebten zu kauen.

Naja, dachte sich Fred, jetzt hast Du A gesagt, jetzt musst auch B sagen. So verabschiedeten sie sich und schlenderten Richtung Hotel.

Im Hotel angekommen holte sich Fred den Zimmerschlüssel. Dieses Mal gab es keine Ausweiskontrolle mehr, nur noch ein verschmitztes Lachen der Rezeptionistin.

So schloss Fred das Zimmer auf und die beiden traten ein. Der TV wurde eingeschaltet, die Vorhänge zugezogen und nachdem nur noch die eine Wandbeleuchtung und die kleine Nachttischlampe brannte, kam eine richtig gemütliche Stimmung auf.
Fred ging unter die Dusche und kam mit dem Handtuch um die Hüfte geschlungen wieder zurück. Nun war Yin an der Reihe. Nachdem auch Yin geduscht hatte fragte Fred, ob sie was aus der Minibar trinken wolle und sie genehmigten sich noch 2 kleine Biere.
Irgendwie klemmte aber was, obwohl Yin auch gewisse Annäherungsversuche unternahm. Bei Fred klickte es einfach nicht.
Yin nahm das Ganze irgendwie ungläubig zur Kenntnis und fragte Fred : „ you not like me ?“
Fred nahm einen tiefen Schluck von seinem Bier und meinte etwas gequält, dass er Yin sehr wohl möge aber einfach ein Problem damit habe, für Liebe Geld zu bezahlen. Dazu komme, dass er nun auch begriffen habe, dass sie diesen Job machen müsse, um genügend Geld zu verdienen. Das erleichtere für ihn die ganze Sache auch nicht unbedingt.
Ich denke, es ist besser, wir versuchen zu schlafen, meinte Fred und streckte sich auf seiner Bettseite aus. Yin wusste nicht mehr, wie sie sich nun verhalten sollte, sagte aber nichts mehr. Sie schlüpften unter das Bettlaken und löschten das Licht. Nur noch der TV lief.
Fred döste so langsam ein, merkte aber noch, dass sich Yin an ihn kuschelte und einen Arm um ihn legte. Diese Berührung und der Körperkontakt war für Fred sehr wohltuend und angenehm. Er drehte sich Yin zu und legte auch einen Arm um sie und so schliefen die beiden ein.

Am nächsten Morgen war Fred schon früh wach und er versuchte so leise wie möglich zu sein, als er zur Toilette ging. Als er ins Zimmer zurück kam, war aber auch Yin aufgewacht und grinste Ihn breit an. Da Yin nun wach war, brauchte Fred nicht mehr so leise sein und er ging unter die Dusche. Nachdem er seine Morgentoilette beendet hatte ging Yin in die Dusche, um es ihm gleich zu tun. Diese Frau, dachte sich Fred, die hat sogar mit verschlafenem Gesicht eine Ausstrahlung, die ihn faszinierte.
Es kam eine lustige Stimmung auf und Fred hatte auf einmal das Bedürfnis, Yin einfach in den Arm zu nehmen. So standen sie da, Fred in Unterwäsche und Yin mit dem Badetuch um sich geschlungen und hielten sich einfach. Nach einer Weile lösten sie die Umarmung und Fred küsste Yin. Ich habe richtig gut geschlafen, meinte Fred und Du ? Ich auch antwortete Yin und konnte es nicht verklemmen etwas zu sticheln. Sie hätte wirklich gut geschlafen, aber sie hätte gerne etwas mehr gemacht. Fred sagte so scheinheilig wie möglich, was sie denn genau meine und Yin meinte, dass eben schlafen nach Bumbum schon viel schöner sei. Doing, der hatte gesessen. Aber Yin, Du weißt doch, dass ich ein alter Mann bin und beide lachten schallend.
Was meinst Du zu einem guten Frühstück, fragte Fred und Yin meinte : „ Why not ?“
Aber sie könnten doch nicht immer nur essen und dies alles ohne Sport. Fred grinste in sich hinein. Irgendwie war das Eis gebrochen.
Sie gingen in ein gemütliches Restaurant in der Nähe und bestellten ein deftiges Frühstück. Fred kam sich etwas blöde vor. Sie machten wirklich nichts anderes, wie essen, trinken und schlafen. Vom Marktbesuch mal abgesehen, hatten die beiden noch wirklich nichts zusammen unternommen.
So fragte Fred, zu was sie denn Lust hätte, denn immer nur in Bars rumsitzen Pool spielen und nur essen und trinken war auf Dauer zu langweilig.
Fred schlug vor, doch mal die grossen Warenhäuser etwas zu durchstöbern und so fuhren sie mit einem Taxi in die Stadt rein. Irgendwie kam Fred die Szene bekannt vor, denn das Selbe hatte er schon letztes Jahr mit Gong gemacht. Mist, dachte sich Fred, Du musst endlich aufhören an die Vergangenheit zu denken.
Fred konnte es einfach wieder nicht lassen und er wollte unbedingt, dass sich Yin ein schönes Kleid kaufte und natürlich dazu passende Schuhe. Im Grunde genommen war es wieder die gleiche Geschichte, wie im letzten Jahr, aber Fred genoss es, wie sich Yin verwandelte. Das ausgesuchte Kleid passte ausgezeichnet, wie für Yin gemacht.
Passende Schuhe waren schnell gefunden und so meinte Fred, dass es nun Zeit für eine Stärkung sei.
Sie gingen aus dem Shopingcenter raus und steuerten eine der zahllosen Beerbars an.
Fred bestellte sich erst mal ein Bier und Yin ein Sodawasser.
So sassen sie da und plauderten über Gott und die Welt und bemerkten gar nicht, wie schnell die Zeit verging. Es war einfach schön mit Yin zusammen zu sein.
Irgenwann bemerkten sie, dass es inzwischen schon fast Abend geworden war. So, was steht denn nun auf dem Programm ? It’s up to you, meine Yin und Fred musste lachen. Nein, nein, es ist nicht immer up to me. Nur glaube ich, dass wir noch bei Deiner Bar vorbei müssen. Das hat noch Zeit meinte Yin und so beschlossen sie, zuerst mal ins Hotel zurück zu fahren, um zu duschen.

Im Hotel angekommen gingen sie direkt ins Zimmer und es kam, wie es wohl kommen musste. Yin meinte nur, sie könnten ja zusammen duschen und Fred liess sich auf dieses Spiel ein. Sie standen nun also unter der Brause und seiften sich gegenseitig ein. Das machte echt Spass und Yin war eine wahre Meisterin ihres Fachs, denn plötzlich regte sich bei Fred was. Nun konnte es Fred nicht schnell genug gehen, bis sie fertig geduscht waren. Bei Fred war es so, wie wenn plötzlich ein Schalter umgelegt worden wäre.

Sie trockneten sich gegenseitig ab und schon lagen sie eng umschlungen im Bett. Was da nun ablief war einfach unbeschreiblich. Es war so, wie wenn etwas lang Aufgestautes nun einfach losbrechen würde. Irgendwann lagen sie erschöpft aber glücklich nebeneinander. Das Eis war nun wirklich gebrochen.

So duschten sie nochmals und machten sich für den Abend fertig. Yin zog sich Ihr neues Kleid an und so musste Fred natürlich auch was Gepflegteres anziehen.
Die Blicke, die sie an der Hotelbar musterten sprachen Bände. Yin war auf einmal eine ganz andere Yin und Fred musste natürlich innerlich schmunzeln.
So spazierten sie zu Yin’s Bar, denn was sein muss, muss einfach sein. Die anderen Frauen waren platt, denn in so einer Aufmachung hatten sie Ihre Kollegin noch nie gesehen.

So sassen sie an der Bar, jeder an seinem Drink. Yin unterhielt sich mit Ihren Kolleginen über den Einkaufsbummel. Fred liess das Erlebte Revue passieren und es fiel ihm auf, dass er sich eigentlich wieder nach den selben Mustern verhielt, wie letztes Jahr.
So konnte es wirklich nicht weiter gehen.

Er ging mit einer Frau Shopen, in schöne Restaurants, ging auf den Markt, sie gingen zusammen Pool spielen und nun schliefen sie auch zusammen und genossen einfach den Tag.

Fred dachte, dass das ja schon gut sei für Ferien, aber irgendwie konnte das ja nicht das Wahre sein. Das war einfach nicht das normale Leben und Fred ertappe sich dabei, wie er darüber nachdachte, wie das ganz normale Leben den mit Yin so sein würde. Nur darüber wusste er einfach nach dieser kurzen Zeit noch viel zu wenig.
Fred wollte mehr von und über Yin wissen und erfahren, nur meinte er, dass das im ganz normalen Pattaya Alltag wohl nicht möglich sei. Er musste Yin dazu bringen, mit ihm von hier weg zu fahren, irgend wo hin, nur einfach raus aus diesem Tourismus mit all diesen Angeboten. Einfach mal das normale Leben sehen.

Es drehte sich Vieles in Fred’s Kopf und er machte irgendwie Bilanz. Er versuchte sein Leben von Indien, sein Erlebtes mit Gong und nun das, was er bis jetzt von Yin wusste, auf einen Nenner zu bringen.

Irgendwann fiel wohl auf, dass Fred in Gedanken versunken war, er war wie abgeschaltet. Er sass einfach da und studierte vor sich hin, während sich die Ladys angeregt unterhielten.

„ You like to drink something more ?“ Warum nicht, antwortete Fred, dankbar für diese Unterbrechung. So geht es wirklich nicht weiter, dachte sich Fred.

Zum Glück war es inzwischen Zeit um ans Nachtessen zu denken. Aber irgendwie war Fred nicht sonderlich erbaut, wieder und wieder alles nach selbem Muster ablaufen zu lassen. Wieder essen gehen, später noch an eine Bar und schlussendlich ins Zimmer, alles wie immer.

Mit Gong hatte er mehr erlebt gehabt, aber er war ja nun zum ersten Mal mit Yin zusammen.

So fragte Fred, was Yin denn davon halten würde, wenn sie zusammen an die Walking Street gehen würden, er wisse in der Gegend auch noch ein feines Schweizer Restaurant.

Part5

Sie mussten nur an den Strassenrand stehen und warten, bis ein Bathtaxi kam.
Schon nach kurzer Zeit kam eins und sie stiegen ein. Am Kreisel vorbei ging’s die Beachroad entlang, Richtung besagter Strasse.
Kurz vor der Walking Street drückten sie auf den Klingelknopf und das Taxi hielt an, um die Gäste aussteigen zu lassen.

Sie schlenderten die Strasse hoch und Fred sog alles in sich rein, was er zu sehen bekam. So kamen sie auch an einen Boxring, wo Thaiboxen gezeigt wurde. Sie bestellten sich ein Bier und schauten ein, zwei Kämpfen zu.

Da sie zu weit spaziert waren, mussten sie wieder zurück gehen, bis zu der Strasse, wo das besagte Schweizer Restaurant war.
Dort angekommen fanden sie in gemütlicher Atmosphäre einen schönen Platz uns sie setzten sich.
Sie bestellten sich zuerst einen Apéro, um in aller Ruhe die Speisekarte zu studieren.
Für Fred war es schlichtweg sensationell, was hier angeboten wurde. Nur ob er für Yin was finden würde ?
Da nun Fred ja wusste, dass Yin Beef mochte, hatte er eine Idee und so erklärte er Yin, was denn ein Fondue Bourginionne ist. Er beschrieb die Details und wie man an einer langen Gabel das Fleisch ins heisse Oel tauchte, um es darin zu bruzzeln. Natürlich erwähnte er auch die verschiedenen Saucen, die dazu gereicht würden. Yin sagte ganz einfach : „ i like to try it.“ Dazu konnte man sich an einem reichen Salatbuffet selber seinen Salat zusammenstellen und mit einer der verschiedenen Salatsaucen beträufeln. Schon dieses Salatbuffet war ein Gedicht, aber das etwas später gebrachte Fondue war echt der Hammer.
Der Kellner hatte auch eine Weinkarte gebracht und als Fred seinen Lieblings- Rotwein aus seinem Heimatland entdeckte, schlug sein Herz gleich höher.
Natürlich kostete das feine Tröpfchen hier in Thailand einen stolzen Preis, aber Fred konnte und wollte nicht widerstehen.
Auch der Wein kam und wurde gekonnt am Tisch geöffnet und Fred musste degustieren, ob die Qualität stimmte.
Der Kellner schenkte ein und Yin und Fred prosteten einander zu.
Dieser Wein ist aber ganz anders, wie der beim italienischen Restaurant, meinte Yin, but it’s very good . Fred musste lachen und er erzählte Yin, wo der Wein her stamme und wenn sie es möchte, würden sie mal im Internet schauen gehen, dort könne Sie es sehen. Er könne Ihr dort auch gleich ein Bisschen sein Heimatland zeigen.
Nun aber machten sie sich ans Essen, das hervorragend schmeckte. Die verschiedenen Saucen waren ein Knüller und auch das Fleisch war zart, nicht so, wie es Fred von seinem Gastland her kannte.
Yin schien der Rotwein zu munden, denn schon bald war die Flasche leer, was Fred mit leichtem Erstaunen feststellte.
So bestellte er eine weitere Flasche. So genossen die beiden das feine Essen und den Wein.
Zum Schluss war noch ein Expresso angesagt und man beratschlagte, was mit dem angebrochenen Abend noch zu machen sei.
Nachdem Fred die Zeche bezahlt hatte nahm Fred die Yin einfach an der Hand und sie spazierten in Richtung Blues Factory. Fred war in der Hoffnung, dass er Lam Morrison spielen hören konnte.
Und Lam spielte und wie. Für Fred ist Lam Morrison einfach der Beste.
So fragte Fred den Kellner, ob man auch einen Wunsch äussern dürfe. Natürlich entgegnete der Kellner und Fred fragte weiter, was denn die Musiker trinken würden. Die Antwort kam Postwendend : „ Heineken „ und Fred bestellte für die Musiker auch gleich eine Runde dieses Biers.
Er hatte sich den Jimi Hendriks Song „ Hey Joe „ gewünscht und darauf warteten sie nun.
Die Zeit lief so da hin und irgendwann fragte der Bassist, ob denn jemand mit dem Namen Jo hier wäre. Alle lachten und der Kellner zeigte auf Fred, der gar nicht wusste, was nun da gespielt wurde. Zuerst bedankte sich der Bassist für die Getränke und dann ging’s los.
Fred wurde es kalt und heiss, als er diesen Song hörte und alte Erinnerungen aus seiner Heimat kamen in Fred hoch.
Sie blieben bis weit nach Mitternacht und für Fred war es wieder ein gelungener Abend.

So bezahlten sie schlussendlich und es ging per Bathtaxi zurück ins Hotel.
Frohgelaunt, aber ziemlich müde kamen sie im Hotel an und nach der obligaten Dusche ging’s schnurstracks ins Bett, wo beide schon nach kurzer Zeit einschliefen.

Am nächsten Morgen war Fred schon früher wach und er zog sich ohne zu Duschen etwas an und schlich zur Bar. Dort genehmigte er sich einen guten Kaffee und rauchte eine Zigarette.
Fred war am Grübeln. Es konnte ja nicht sein, dass er sich so die Zeit zu Tode schlug. Yin war sicher eine fantastische Begleiterin und alles lief harmonisch und gut. Sie hatten viel Spass zusammen. Aber das kannte Fred schon aus der Zeit, wo er noch mit Gong zusammen war.
Drei mal war er letztes Jahr hergeflogen, voller Hoffnungen auf Veränderung und er war sich dazumal sicher, die grosse Liebe gefunden zu haben.
Leider ist dann ja alles anders gekommen und Fred hatte verloren.

Nun war er mit Yin zusammen und irgendwie war sich Fred nicht so sicher, ob er sich nun über diese Entwicklung freuen sollte.
Es war im Grunde genommen wieder das Gleiche, wie im letzten Jahr, nur hatte die Hauptdarstellerin gewechselt.
Im Grunde genommen kannte Fred die Yin ja gar nicht richtig. Es war einfach eine Ferienbekanntschaft, oder eine Ferienverliebtheit.
Dies reichte Fred irgendwie nicht.

Es war aber nicht nur Yin, die ihn beschäftigte. Er spürte, dass ihm Thailand einfach besser gefiel, wie sein Gastland. Er musste hier auf nichts verzichten. Nicht beim Essen, oder auch wenn er sich sonst irgend was anschaffen wollte. Es gab einfach alles hier.

So fragte sich Fred allen Ernstes, wie denn wohl ein Leben auf Dauer hier sein würde und er ertappte sich dabei, dass er sich ein Leben mit Yin zusammen vorstellte. Fragen über Fragen, bis auf einmal sein Handy piepste, was anzeigte, dass ein SMS angekommen war.
Fred schaute und er sah „ good morning „ .....
Aha, Yin ist aufgewacht und so schrieb Fred zurück, dass er an der Bar beim Kaffee sitze und nun duschen kommen würde.
Yin sass schon geduscht und angezogen auf dem Bett und schaute TV.
Good morning Yin, hast Du gut geschlafen ? Sie hatte und das erst noch recht lange. Fred hatte gar nicht bemerkt, wie schnell die Zeit verflogen war, während er so vor sich hingebrütet hatte.

Er beeilte sich, duschte und rasierte sich, damit sie schnellstens zum Frühstück kamen.

Nachdem das Frühstück bestellt war, versuchte Fred den Faden zu finden um Yin zu erklären, über was er sich Gedanken gemacht hatte. Er musste einfach mehr über die Denkweise von Yin rausfinden.
War das ganze nur ein Spiel für Sie. War er einfach nur der Customer Nummer 199, oder war da doch mehr dahinter ? Fred war echt am Schleudern, denn für Ihn war es unmöglich, dass sich jemand dermassen verstellen konnte.

Andererseits war da seine letzte Erfahrung und Entäuschung. Fred war am Rätseln. So meinte er zu Yin, dass er gerne mal mit Ihr in Thailand rumreisen möchte, einfach weg aus diesem Tourismusrummel. Nur dieses Mal reichte die Zeit dazu nicht mehr, denn Fred musste in wenigen Tagen wieder zurück.

Allerdings hatte er insgeheim schon einen Plan geschmiedet.

So kam der Tag des Abschieds. Nur für Fred war es gar nicht so schwer, denn er wusste, er wollte wieder kommen. Er wollte seiner grossen Liebe eine Freude machen, zu Ihrem Geburtstag.
 

Part 6 :

Fred flog also zurück und in der Zeit, bis zu Yin’s Geburtstag, telefonierten sie oft zusammen. Fred sagte absichtlich nichts von seinen Plänen, denn er wollte Yin ja überraschen.

Irgendwann kam auch der Tag wo er fliegen wollte und Fred reiste mit grosser Vorfreude wieder nach Thailand. Auf dem Flughafen rief er seine Yin noch kurz an, denn es war schon nach Mitternacht in Thailand und so konnte Fred schon mal zum Geburtstag gratulieren. Yin meinte, dass es natürlich viel schöner gewesen wäre, wenn er mit ihr hätte feiern können und Fred musste aufpassen, dass er sich nicht verplapperte.

Er hatte wieder das selbe Hotel gebucht und so war alles bekannt für ihn. Er huschte unter die Dusche und kam frisch wieder zurück an die Hotelbar, wo er mal schnell ein Wellcome Bier trank.
Fred war sichtlich nervös und der Hotelmanager fragte Ihn, was denn los sei, er
soll endlich mal entspannen.

Fred schilderte in kurzen Worten, was er denn im Sinn hätte und der Manager schaute ihn nur noch an. Hast Du Dir das aber gut überlegt, fragte er Fred. Fred meinte : „ wahrscheinlich nicht, aber ich lass es einfach auf mich zukommen .

Und so spazierte Fred in Richtung der Strasse, wo Yin wohnte.
Als er in die Nähe kam, wo er hätte abbiegen müssen, wählte er Yins Telefonnummer. Natürlich war er sich das Risiko bewusst und er rechnete auch damit, dass Yin nicht da war.

Nach kurzem Läuten war Yin am Telefon und fragte völlig erstaunt und etwas ratlos : „ YOU ? „

Fred sagte nur yes und happy Birthday , ihm war auf einmal die Kehle wie zugeschnürt.
Wo bist Du, fragte Yin und Fred entgegnete, dass sie doch mal auf die Strasse rausschauen sollte.
Nach einer kurzen Schreckenssekunde stand Yin auf der Strasse und sie rannten aufeinander zu. Fred konnte sich nicht zurückhalten, er nahm Yin auf offener Strasse in die Arme und küsste sie.

Fred hatte seine Yin wieder.

Nun wollte er schnellstens in die Bar, wo Yin normalerweise arbeitete. Er wollte kontrollieren, ob alles rund lief, was er bestellt hatte.

So kamen sie da an und siehe da, es wurden schon eifrig Luftballone aufgeblasen. Die Party konnte also am Abend steigen. Fred gab der Cheffin einen Umschlag, in dem das Geld für die Party drin war. Yin realisierte gar nicht, was da abging. Alle hatten geschwiegen. Niemand hatte Freds Pläne ausgeplaudert.
So fragte Yin die Kassiererin, die auch eine Freundin war, wer den heute Party mache. Die lachte natürlich schallend und antwortete : „ Du natürlich ! „
Wieso ich ?
So kam dann die ganze Geschichte aus, dass Fred alles von zu Hause aus abgemacht hatte und Yin damit überraschen wollte.

Jetzt war Yin sprachlos.

Nach einer Weile hatte sie sich soweit wieder gefasst, dass sie zumindest einen Drink bestellen konnte, aber Fred läutete grad mal die Glocke und somit hiess das Lokalrunde.

Yin war immer noch platt und irgendwann sagte Sie zu Fred : „ I think, you not come to my Birthday.“ Du hast ja auch noch angerufen und ich habe auf dem Telefon gesehen, dass das von zu Hause aus war. Aber jetzt bist Du da, ich kann es immer noch nicht glauben.

Fred war die Ueberraschung offensichtlich gelungen.

Da es erst Nachmittag war, verabschiedeten sich die zwei nochmals um zu Freds Hotel zu gehen. Auch das war geplant.
Sie kamen nämlich an einem Goldshop vorbei, wo Fred schon von früher her kannte.
So traten sie ein und Yin schaute Fred wieder mit Ihren Augen gross an.
Fred sagte nur :“ Yin, today it’s your Birthday, i like to see you happy.“
Kauf Dir etwas schönes und Yin war wieder überrumpelt. Sie wusste nun nicht, ob Fred es wirklich ernst meinte. Zuerst schenkt er Ihr schon diese Party und jetzt auch noch Gold ?
Was sie sich denn aussuchen solle, fragte Yin und Fred meinte einfach, dass sie sich 4 Bath Gold aussuchen solle. Vier Bath fragte Yin ungläubig ? Das Bath Gold war zu der Zeit etwa 11000 Thaibath per Bath Gold, was etwa 15,6 Gramm ausmachte.
Die Verkäuferin freute sich natürlich und Yin war sprachlos und trat von einem Fuss auf den anderen. Soll ich rausgehen und draussen auf Dich warten ? Beide mussten nun lachen und Yin suchte sich eine Halskette und eine dazu passende Kette fürs Handgelenk aus.

Nach diesem Kauf gingen sie noch zu Yins Zimmer, um ein paar Kleider abzuholen, denn nun wollte sich Yin natürlich für den Abend schön machen. Anschliessend gingen sie, wie schon fast gewohnt zum Seven Eleven Laden und kauften noch Duschzeug ein.

Im Hotel angekommen schaute der Manager nur kurz auf Yins Ausschnitt und dann in Freds Augen und meinte : „ Ich sag nichts mehr !“

Der Manager brauchte auch nichts zu sagen, denn es hätte wohl nichts gebracht, Fred war wieder in seiner anderen Welt, weit weg von zu Hause.

Yin und Fred gingen nun ins Zimmer, sie hatten noch genügend Zeit, bis zur Party. So machten sie sich noch frisch und Yin zog das Kleid an, wo ihr Fred beim letzten Besuch gekauft hatte und Fred versuchte sich im Stil auch etwas anzupassen.

So machten sich die Beiden in froher Erwartung auf den Weg zur Bar. Dort angekommen ein grosses Hallo und natürlich wurde das Geburtstagsgeschenkt bestaunt.
Fred war sich von zu Hause gewohnt, bei solchen Anlässen nicht im Vordergrund zu stehen und so beobachtete er die Sache aus dem Hintergrund.
Draussen an der Strasse war bereits das Spanferkel am bruzzeln und das Salatbuffet war auch schon bereit.

Dem Geburtstagskind wurden Geldnoten um den Hals gehängt, die mit einem Bostitch zusammengeheftet waren. Die ganze Stimmung war prächtig und auch der Chef der Bar liess sich nicht lumpen und spendierte eine Runde.

Was dann aber Fred auffiel war der Umstand, dass immer mehr Gäste kamen, die er noch nie gesehen hatte und auch Yin nicht kannte. Als Fred sie darauf ansprach, erklärte sie ihm, dass das immer so sei, sobald Ballone aufgehängt würden. Fred sah dann auch, was damit gemeint war. Da kamen Gäste, die sonst nie kamen, bestellten sich ein Wasser, um sich nachher am Buffet und dem Spanferkel gütlich zu tun.
Dies natürlich umsonst. Fred wurde so ganz langsam sauer und sagte der Wirtin auch, dass er so was eigentlich nicht erwartet hätte und dass die Party eigentlich für Yin und Ihre Freundinnen gedacht sei.
Da könne man eben nicht viel machen, meinte die Wirtin, wobei natürlich ganz klar war, dass so ein Anlass auch für Ihre Bar attraktiv war.
Fred war sauer.
Später hat er dann auch rausgefunden, dass man diesen Schmarotzern Ballonfahrer sagt.
Fred wollte weg hier, es war zu viel des Guten für Ihn, so hatte er sich den Geburtstag nicht vorgestellt.
So sagte er zu Yin, wo ihn der Schuh drückte und dass er sich hier nicht mehr wohlfühle. Am Liebsten hätte er diese Ballonfahrer, die mit grösster Selbstverständlichkeit gratis das Futter in sich hineinstopften, per Tritt in den Allerwertesten an die frische Luft befördert. Wenn sie dann wenigstens einen Geldschein an Yins Geldkette geheftet hätten, aber nichts. Einfach nur gratis verpflegen.
So lernte Fred so ganz nebenbei so gewisse Expats kennen, die wohl auch in Ihrem Heimatland auf Kosten des Sozialamts leben mussten.

So meinte Fred zu Yin, dass es für Ihn nun genug sei und er gehen würde. Sie könne ja noch weiter hierbleiben, aber er gehe nun und würde auf sie in einer anderen Bar warten.
Yin entschied sich noch etwas zu bleiben und Fred ging.

Sein Frust war ziemlich gross und er beschloss in die Musikbar in der Nähe seines Hotels zu gehen.
Dort angekommen, bestellte er erst mal einen doppelten Black on the Rocks und liess den wirken.

Nach einer Weile hatte er sich soweit beruhigt, dass er dem Geschehen um ihn rum wieder mehr Aufmerksamkeit schenken konnte.
Seine Reaktion machte ihm zu schaffen, aber er konnte dieses Ballonfahrerpack einfach nicht verstehen, noch akzeptieren. So grübelte er ne ganze Weile über das Geschehene, wobei ihm klar war, dass er die verfahrene Situation nicht mehr ändern konnte.
Fred war sich so was nicht gewohnt, so was gab’s auch in seiner Wahlheimat nicht.
Er schwor sich auf jeden Fall, dass dies die letzte Party war, die er in so einem Rahmen bezahlt hatte.
Hätten die Gratisfresser wenigstens einen Bathschein an die Geldkette um den Hals befestigt, wär’s ja noch in Ordnung gewesen.

Allerdings hing das Problem auch damit zusammen, dass es offensichtlich so üblich war, wenn denn irgendwo Ballone hingen. Darum auch der Ausdruck Ballonfahrer. Diese Spezies sollen auch an Steintischen häufiger anzutreffen sein. Das sind auch die Gestalten, die im Supermarkt einkaufen und das Mitgebrachte dann im Hotel verzehren, möglichst am Pool.

Irgendwann tauchte dann auch Yin auf. Sie sah leicht bedrückt aus der Wäsche und war sich offensichtlich bewusst, dass da was krumm gelaufen war.
So kam sie an die Bar, schaute dem Fred in die Augen und sagte nur : „ Sorry !“

Somit war das Thema fast erledigt. Fred sagte nur noch kurz, dass das die letzte Party dieser Art gewesen sei.

Wenn er wieder kommen würde, dann müsse ihm Yin versprechen, dass sie sich nicht mehr nur in Pattaya aufhalten würden.

Als Fred aber so alleine dagesessen war, hatte er in einer Ecke ein wirklich hübsches Mädchen entdeckt, das ihn irgendwie faszinierte. Sie machte offensichtlich den Job der Kassiererin in dieser Bar.

Immer wieder gab es Blickkontakte zwischen Fred und der Kassiererin.

Da aber nun Yin eingetroffen war, konnte Fred mit der Unbekannten nicht sprechen, wusste aber instiktiv, dass er das noch nachholen würde.

Irgendwann bezahlte Fred und ging mit Yin zum Hotel.

Es wurde nicht mehr viel gesprochen, irgendwie war die Geburtstagsüberraschung zu einem Schuss in den Ofen deklassiert.

Sie gingen duschen. Fred nahm eine Schlaftablette und sie gingen schlafen.
Es wurde kaum noch gesprochen und die Stimmung war nicht die Beste.

Fred schlief unter der Wirkung der Tablette relativ schnell ein und er erwachte am Morgen ausgeruht und frisch. Er ging wie immer zum Kaffee an die Bar und irgendwann meldete sich Yin mit einem SMS, dass sie wach sei. Fred ging duschen, zog sich was vernünftiges an. Yin war schon angezogen und wartete. So gingen sie zum Frühstück und assen schweigend.
Fred war mehr wie verunsichert. Er brachte irgendwie nichts mehr auf die Reihe. Das Schweigen von Yin war auch nicht gerade förderlich, diese verfahrene Situation zu verbessern.
Irgendwann hatte Fred dann vom sich gegenseitigen Anschweigen genug und fragte Yin, ob sie sich nun nichts mehr zu sagen hätten ?

Yin wand sich und suchte nach Worten.

Fred fühlte, dass da was kurz vor dem Ausbruch war und machte den Vorschlag, ein Bisschen in Richtung Beach spazieren zu gehen und verlangte nach der Rechnung.

Sie verabschiedeten sich im Restaurant und spazierten in Richtung Beach und wie Fred vermutet hatte kam nun die Diskussion in Gang.

Yin hatte sich, oder hätte sich eigentlich an der Party gefreut, wenn Fred nicht diesen Abgang gemacht hätte.
Fred wusste leider einfach noch nicht, was in diesem Touristenort so wirklich abging, hatte keine Ahnung von den schmarozzenden Ballonfahrern und irgendwie hatte er genug von diesem Thailand.
Er versuchte dies Yin zu erklären, aber irgendwie scheiterten seine Versuche, den Yin verstand nicht, was er meinte. Für sie war das normal, was da abgelaufen war.

Nun kam Fred extra hier hin und Schmarozzer der miesesten Klasse mästeten sich auf seine Rechnung.

Für Yin war das alles nicht so schlimm, wohl auch deshalb, weil Fred ja alles bezahlt hatte.

Soll mal einer die Thais verstehen.....

Was blieb, das war, dass Fred immer noch sauer war und Yin nicht verstand, oder verstehen wollte.
Fred hätte auf der Stelle verschwinden können, aber jetzt war er erst mal hier.

Die beiden fanden irgendwie keine Lösung für dieses Problem, wo offensichtlich nur Fred beschäftigte.
Allerdings war für Fred klar, dass es so nicht weiter gehen konnte und er sagte dies auch zu Yin.
Er versuchte zu erklären, dass er das richtige Thailand sehen wolle und dass er nun von dieser Touristenscene genug hätte. Er fragte sich auch allen Ernstes, ob es nicht vielleicht falsch war, sich mit Yin einzulassen. Irgendwie faszinierte ihn diese Frau nach wie vor, aber seit dem Geburtstagsfest, war alles anders. Waren es nun die schlechten Erfahrungen mit Gong, oder was war es, dass er Yin nun den Vorschlag machte, dass sie sich wohl besser trennen würden ?



Part. 7

Fred sah absolut nicht ein, dass er es immer allen recht zu machen hatte.
Trotzdem merkte er, dass da wohl das letzte Wort noch nicht gesprochen war.

Auf einmal ging das Geheul los, sie könne ja nichts dafür und das sei eben so. Fred meinte aber, dass es besser sei, dass Yin nun Ihre Sachen im Zimmer einpacken würde.
Er wollte keinen Aerger und irgendwie fühlte er sich auch nicht wirklich wohl, dass er jetzt diese Geschichte beenden wollte. Er war ja schliesslich extra her gekommen, um Yin einen schönen Tag zu machen.
Fred war irgendwie machtlos. Er merkte auf einmal, dass er eigentlich hier war, weil es ihm in Indien nicht gefällt und nun gab es Komplikationen mit seiner Lady aus der Bar.

Nach endlosen Diskussionen räumte Yin irgendwann das Feld. Nur gab es leider keine Ruhe. Sie mobilisierte Ihre Freundinnen und sie kamen zurück an die Hotelbar, wo sie sich sinnlos betrank.

Irgendwann wurden die Damen vom Personal aufgefordert zu bezahlen und die Bar zu verlassen. Yin bezahlte und machte vor dem Hotel einen Sitzstreik.

Fred schlich zum Hinterausgang raus und musste sich erst Mal stärken gehen.
So ging er auf dem direkten Weg in die Musikbar, wo er gestern die Kassiererin entdeckt hatte.

Sie war heute auch wieder da.

.... auch diese Geschichte ist frei erfunden . Die Orte der Handlungen und die darin vorkommenden Akteure, sind natürlich frei erfunden.

Ich habe mich aber vom Leben so richtig inspirieren lassen.